40 Jahre DGT – Jubiläumstagung

19./20. September 2020 Deutsche Sporthochschule Köln

Integrative Tanztherapie

Liebe Interessierte der Tanztherapie,

wir laden Sie herzlich zu unserer DGT-Jubiläums-Fachtatung 2020 ein und freuen uns, Ihnen ein vielfältiges Workshop-Programm anbieten zu können. ReferentInnen aus unterschiedlichsten Arbeitskontexten stellen tanztherapeutische Themen in Theorie und Praxis vor. Neben diesen inhaltlichen Anregungen hoffen wir, dass sich viele interessante Begegnungen und Gespräche ergeben werden. Am Samstagabend möchten wir wieder mit Ihnen feiern und tanzen.

Programm

Samstag, 19. September

9.30 - 9.45 Uhr Begrüßung
durch Tanja Nylander, 1. Vorsitzende  

9.45 - 11.15 Uhr Podiumsdiskussion
"Geschichte und Geschichten der DGT - 40 Jahre integrative Tanztherapie, ein Erfolgsmodell"
mit den Gründerinnen der DGT

Elke Wilke, Heidrun Waidelich, Sabine von der Tann
Moderation Anne Fallis

11.30 - 13.30 Uhr Parallele Workshops 1 - 5

WS 1: Sabine von der Tann: Aus der Fülle heraus - Improvisation auf der Grundlage des Action Theater®

Samstag Vormittag, 19. September 2020

Workshops 11.30-13.30 Uhr

WS 1: Sabine von der Tann: Aus der Fülle heraus - Improvisation auf der Grundlage des Action Theater®

In klar strukturierten Übungen erforschen wir die physischen, stimmlichen und sprachlichen Möglichkeiten des eigenen Potentials. Ausgehend von der aktivierten körperlichen Präsenz nähern wir uns improvisierend den vielfältigen und oft überraschenden Facetten der Imagination. Dabei erweitern wir miteinander vertiefende kreative Ebenen der Kommunikation.

Sabine von der Tann: Rhythmik Dozentin (Folkwang Hochschule, Essen-Werden), Tanztherapie M.A. (DGT), Certified Action Theater® Teacher and Performer, Workshops in Action Theater®, Trainerin Tanztherapie (DGT).

WS 2: Annelies Wieler: Resilienz und Kommunikatives Bewegen

Samstag Vormittag, 19. September 2020

Workshops 11.30-13.30 Uhr

WS 2: Annelies Wieler: Resilienz und Kommunikatives Bewegen

Was Bewegung und Körpergefühl zur Resilienz beitragen können.
Ziel: Wege kennen, die helfen, sich der eigenen Stärke bewusst zu werden und auch schwierige Situationen gut zu bewältigen.
Inhalt: 

• Zauberwort Resilienz, was verstehen wir darunter?
• Bewegung und Haltung bestimmen den Körperausdruck und machen Eindruck.
• Bewegungsentwicklung und soziale Einbindung. Wir wenden an, was wir erfahren und gelernt haben.
• Was, wenn es nicht passt? Bewegen, verändern, neue Erfahrung, neu lernen, anwenden. Du erfährst, wie Bewegung dein Körpergefühl und damit auch dein Gefühl für die Situation verändert. Du lernst, wie du auch in schwierigen Situationen deinen Standpunkt halten kannst und trotzdem flexibel und anpassungsfähig bleibst.

Annelies Wieler: Atem- und Bewegungstherapeutin Psychotonik. Eidg. dipl. Turn- und Sportlehrerin, Fachlehrerin für organisch rhythmische Bewegungserziehung. Seit 1979 eigene Praxis für Atem- und Bewegungstherapie. 1992 Mitgründerin und seither Schulleiterin des Lehrinstituts für Psychotonik, Zürich. 12 Jahre Dozentin an der Turn- und Sportlehrerausbildung an der ETH Zürich und langjährige Dozentin für «Kommunikatives Bewegen» an der Musikhochschule Stuttgart. Gastveranstaltungen an den Musikhochschulen Freiburg und Frankfurt.

WS 3: Barbara Große-Boes: Tanztherapie für Menschen mit depressiven Störungen

Samstag Vormittag, 19. September 2020

Workshops 11.30-13.30 Uhr

WS 3: Barbara Große-Boes: Tanztherapie für Menschen mit depressiven Störungen

„Ich bin ja auch wer“. Dieses Zitat einer Patientin spiegelt den Ausdruck ihres Erlebens nach einer tanztherapeutischen Einheit wider, in der sie einen Weg aus dem depressiven Rückzugsraum hin zur Kraft, zum Antrieb und zur Freude erlebt hat. Ich möchte tanztherapeutische Möglichkeiten vorstellen und reflektieren, wie Menschen aus der Rückzügigkeit und Schwere zu mehr Lebendigkeit und Leichtigkeit gelangen können. Wie sie mit ihrer Kraft wieder in Kontakt kommen, ihre Grenzen erfahren und sich selbst vertreten können.

Barbara Große-Boes: Integrative Tanztherapeutin DGT®, Psychotherapie HPG, Psychologische Beraterin/ Psychotherapie (VDPP), Zertifizierung in systemischer Familien- und Netzwerktherapie, langjährige Tätigkeit in einer Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Tätigkeit in der Erwachsenenbildung, freie Praxis in Recklinghausen 

WS 4: Andrea Du Bois: Kontakt-Begegnung-Beziehung-Bindung

Samstag Vormittag, 19. September 2020

Workshops 11.30-13.30 Uhr

WS 4: Andrea Du Bois: Kontakt-Begegnung-Beziehung-Bindung

Die meisten psychischen „Störungen“ entstehen aus und in Beziehungen. Deswegen ist Kontakt ein so zentrales Thema in der Therapie. Um mit den KlientInnen damit zu arbeiten, kann das Konzept von Hilarion Petzold mit der Differenzierung von Kontakt, Begegnung, Beziehung, Bindung eine sehr hilfreiche Grundlage sein. Es werden zu jeder Ebene Übungen gezeigt.

Die Differenzierung hilft zu erkennen, auf welcher Ebene es zur „Störung“ kommt und den KlientInnen hilft es, Ihre eigenen Anteile in der Kontaktgestaltung zu erkennen. Besonders relevant sind hierbei die Aspekte der Intersubjektivität und der Grenzen.

Andrea Du Bois: Tanztherapeutin, Dipl. Pädagogin, Tänzerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie, als Tanztherapeutin seit 20 Jahren in der Klinik Hohemark, Psychotherapie/Psychiatrie, Oberursel, sowie in eigener Praxis, stellvertretende Leitung der Kreativtherapien, Supervision und Fortbildungen für TanztherapeutInnen, Referentin auf internationalen Kongressen.

WS 5: Martina Dorka: Kraftvolles und Feinspüriges aus asiatischen Kampfkünsten als Erfahrungsangebot im Kontext Tanztherapie

Samstag Vormittag, 19. September 2020

Workshops 11.30-13.30 Uhr

WS 5: Martina Dorka: Kraftvolles und Feinspüriges aus asiatischen Kampfkünsten als Erfahrungsangebot im Kontext Tanztherapie

Im Repertoire asiatischer Kampfkünste finden sich traditionell Übungsformen, die sehr effizient bestimmte Qualitäten aufrufen können. Allein, zu zweit und in der Gruppe möchte ich mit euch gemeinsam erforschen, wie diese Übungsformen im Kontext der Tanztherapie sinnvoll eingesetzt und genutzt werden können.

Martina Dorka: Ergotherapeutin, Bildungsbegleiterin im Berufsbildungsbereich WfbM für psychisch kranke Menschen. Leiterin für therapeutischen Tanz (DGT) mit Schwerpunkt Psychoonkologie (St. Elisabeth Krankenhaus Köln). Langjährige Unterrichtserfahrung als Aikido-Lehrerin (5.Dan).

13.30 – 15.30 Uhr Mittagspause

15.30 - 18.00 Uhr Parallele Workshops 6 - 10 + Seminar

WS 6: Elke Willke: "Komm tanz mit mir" - von Trudi Schoop zur Integrativen Tanztherapie - Praxis und Methodik

Samstag Nachmittag, 19. September 2020

Workshops 15.30-18.00 Uhr

WS 5: Elke Willke: "Komm, tanz mit mir" - von Trudi Schoop zur Integrativen Tanztherapie - Praxis und Methodik

In diesem Workshop möchte ich Trudi Schoops Arbeit, ihre Themen sowie ihre Methodik und die zugrunde liegenden Gedanken lebendig werden lassen. Ich biete viele praktische tänzerischen Aufgaben von Trudi Schoop an und zeige die Weiterentwicklungen zur Integrativen Tanztherapie auf.

Elke Willke: Dr. phil., Dipl. Psych., Dipl. Sportl., Lehrtherapeutin und Supervisorin EAG/FPI und Ausbilderin/Supervisorin DGT, Jahrgang 1944, Studium von Sport und Tanz an der Deutschen Sporthochschule Köln, Studium der Psychologie in Tübingen, tanztherapeutische Ausbildung in den USA bei Joan Smallwood, Trudi Schoop u.a., Ausbildung in Gestalttherapie am Gestalt Institut/San Francisco. Abschluss in Integrativer Therapie und Lehrtrainerausbildung am Fritz Perls Institut (EAG/FPI), Mitbegründerin der Deutschen Gesellschaft für Tanztherapie (DGT), langjähriger Vorstand/Geschäftsführung.

WS 7: Annelies Wieler: Resilienz und Kommunikatives Bewegen

Samstag Nachmittag, 19. September 2020

Workshops 15.30-18.00 Uhr

WS 7: Annelies Wieler: Resilienz und Kommunikatives Bewegen

Was Bewegung und Körpergefühl zur Resilienz beitragen können.
Ziel: Wege kennen, die helfen, sich der eigenen Stärke bewusst zu werden und auch schwierige Situationen gut zu bewältigen.

Inhalt:  
• Zauberwort Resilienz, was verstehen wir darunter?
• Bewegung und Haltung bestimmen den Körperausdruck und machen Eindruck.
• Bewegungsentwicklung und soziale Einbindung. Wir wenden an, was wir erfahren und gelernt haben.
• Was, wenn es nicht passt? Bewegen, verändern, neue Erfahrung, neu lernen, anwenden. Du erfährst, wie Bewegung dein Körpergefühl und damit auch dein Gefühl für die Situation verändert. Du lernst, wie du auch in schwierigen Situationen deinen Standpunkt halten kannst und trotzdem flexibel und anpassungsfähig bleibst.

Annelies Wieler: Atem- und Bewegungstherapeutin Psychotonik, lizenzierte Instruktorin in Atem- und Bewegungslehre Psychotonik. Eidg. dipl. Turn- und Sportlehrerin, Fachlehrerin für organisch rhythmische Bewegungserziehung. Seit 1979 eigene Praxis für Atem- und Bewegungstherapie. 1992 Mitgründerin und seither Schulleiterin des Lehrinstituts für Psychotonik, Zürich. 12 Jahre Dozentin an der Turn- und Sportlehrerausbildung an der ETH Zürich und langjährige Dozentin für «Kommunikatives Bewegen» an der Musikhochschule Stuttgart. Gastveranstaltungen an den Musikhochschulen Freiburg und Frankfurt.

WS 8: Tanja Nylander: Wie Rumpelstilzchen Ruhe fand - vom Impuls zur Kontrolle

Samstag Nachmittag, 19. September 2020

Workshops 15.30-18.00 Uhr

WS 8: Tanja Nylander: Wie Rumpelstilzchen Ruhe fand - vom Impuls zur Kontrolle

In der Kinder- und Jugendpsychiatrie begegnen wir häufig Kindern mit sogenannten Impulskontrollstörungen. Mangelnde Affekttoleranz und die fehlende Fähigkeit zur Selbstberuhigung führen zu Wutanfällen und Gewaltausübung gegen sich und andere. In diesem Workshop wollen wir mit spielerischen Aufgaben und tanztherapeutischen Übungen erarbeiten, was den betroffenen Kindern helfen kann, die Fähigkeit zur Affektregulation und Selbststeuerung zu verbessern. Auch werden wir uns im Workshop damit beschäftigen, welche Haltung uns TherapeutInnen helfen kann, den starken Impulsen zu begegnen und in Kontakt und Beziehung zu treten.

Tanja Nylander: Dipl. Bühnentänzerin, Integrative TanztherapeutIn DGT®, Psychotherapie HPG, Trainerin der DGT. Langjährige Erfahrung als Tanztherapeutin in der Psychiatrie, Neurologie und ambulant. Derzeit TanztherapeutIn in einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und in der Psychosomatik.

WS 9: Ulrike Sievers: Atem in der tanztherapeutischen Arbeit mit traumatisierten Menschen

Samstag Nachmittag, 19. September 2020

Workshops 15.30-18.00 Uhr

WS 9: Ulrike Sievers: Atem in der tanztherapeutischen Arbeit mit traumatisierten Menschen

In diesem Workshop folgen wir den Atemspuren, die auftreten, wenn Menschen an Traumafolgestörungen leiden. Welche Phänomene sind wahrnehmbar, welche tanztherapeutischen Interventionen können hilfreich sein und welche „Gefahren“ lauern auf dem Weg? Gemeinsam werden wir uns dem Thema annähern, Erfahrungen machen und uns das Feld des Atems ein wenig bewusster machen. 

Ulrike Sievers, MSc.: Apothekerin, Heilpraktikerin, Integrative Tanztherapeutin DGT®, Psychotherapeutin nach dem Psychotherapiegesetz Österreich (Integrative Therapie; Donau-Universität Krems), Movement Concept® Instructor. Klinisch tätig im Bereich Stationäre Psychotherapie (Spezialgebiet: traumaassoziierte Störungen) der CDK Salzburg, in der Psychiatrie des ISK Freilassing und in eigener Praxis in Piding (D) und Salzburg (A).

WS 10: Ariane Konrad: Man muss das Leben tanzen! Tanztherapie in der Psychiatrie

Samstag Nachmittag, 19. September 2020

Workshops 15.30-18.00 Uhr

WS 10: Ariane Konrad: Man muss das Leben tanzen! Tanztherapie in der Psychiatrie

In einer Studie konnte die hohe Wirksamkeit der Tanztherapie mit ihrer körperlichen und kreativen Dimension in der Behandlung schizophrener Patienten nachgewiesen werden. In Interviews umschrieben die Patienten fünf Wirkfaktoren, die als unterschiedliche Aspekte des Tanzes interpretiert werden können. Praxisnah beschäftigen wir uns mit diesen Wirkfaktoren sowie der therapeutischen Haltung der Integrativen Tanztherapie in der psychiatrischen Arbeit.

Ariane Konrad: Philosophin M.A., Integrative Tanztherapeutin DGT, Heilpraktikerin für Psychotherapie. Tanztherapeutin an einer Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie sowie in freier Praxis. Im Rahmen des zweijährigen Forschungsprojekts TESIS am Universitätsklinikum Heidelberg Tanztherapie mit schizophrenen Patienten und Training studentischer Co-Therapeuten.

Seminar/Workshop 16: Nadja Massumeh Rasch und Petra Rostock: Ich und das Andere: Anregungen für eine diskriminierungssensible und vielfaltsbewusste tanztherapeutische Praxis

Samstag Nachmittag, 19. September 2020

Seminar/Workshop 16: Ich und das Andere: Anregungen für eine diskriminierungssensible und vielfaltsbewusste tanztherapeutische Praxis

Ein_e Tanztherapeut_in ist sehr wahrscheinlich weiblich, weiß, heterosexuell, able-bodied, Mittelschicht. Viele Patient_innen sind in einer, mehreren oder allen Kategorien von dem_der Therapeut_in verschieden. Wie können wir Patient_innen therapeutisch begleiten, ohne die strukturelle Gewalt, die sie erfahren haben, zu reproduzieren? Unser Workshop führt in selbstreflexive Arbeitsweisen zu Diskriminierung und Vielfalt in der Integrativen Tanztherapie ein. Hierbei beziehen wir uns methodisch auf ein gleichwertiges Miteinander von Theorie, Selbsterfahrung und Austausch.

Für das KollektiVielfältig: Nadja Massumeh Rasch, Tanzwissenschaft MA, Integrative Tanzpsychotherapeutin DGT/FPI cand. und Dr. phil. Petra Rostock, Sozialwissenschaftlerin, Integrative Tanzpsychotherapeutin DGT/FPI cand.

Ab 19.00 Uhr Tanzfest im Saal des Gästehauses der Trainerakademie Köln

Sonntag, 20. September

09.30 - 10.15 Uhr Vortrag

Susanne Quinten: "Tanztherapie im Spiegel von Inklusion. Historische und aktuelle Bezüge zum inklusiven Potenzial tanztherapeutischer Methoden in der Integrativen Tanztherapie"

Sonntag Vormittag, 20. September 2020

Vortrag 09.30 – 10.15 Uhr

Susanne Quinten: „Tanztherapie im Spiegel von Inklusion. Historische und aktuelle Bezüge zum inklusiven Potenzial tanztherapeutischer Methoden in der Integrativen Tanztherapie“.

Susanne Quinten ist Vertretungsprofessorin an der TU Dortmund für den Lehrstuhl Musik und Bewegung in Rehabilitation und Pädagogik bei Behinderung. Hier lehrt und forscht sie zu Tanz und Bewegung im Kontext von kultureller Bildung, Therapie und Inklusion. Seit 1998 arbeitet sie als Trainerin für die DGT und als Tanztherapeutin. Von 1986 bis 1991 war sie Mitglied in der Tanzgruppe Maja Lex (Köln).

10.30 - 13.00 Uhr Parallele Workshops 11 - 15

WS 11: Heidrun Waidelich: Von der Idee zur Stundenplanung

Sonntag Vormittag, 20. September 2020

Workshops 10.30 – 13.00 Uhr

WS 10: Heidrun Waidelich: Von der Idee zur Stundenplanung

Eindrücke aus dem Innen und Außen, aus der Luft, aus dem Leben von irgendwoher wehen mich an und werden zu Inspirationen. Ich stelle mich ihnen zur Verfügung und webe plane stricke denke tanze daraus eine Improvisationsthematik, eine Improvisationsstunde.

Auf den Spuren meiner Assoziationen möchte ich Wege aufzeigen, wie Improvisationsideen entstehen und zu Stunden werden, wie es von einer Idee zur Durchführung kommt.

Heidrun Waidelich: Lehrtherapeutin für Integrative Bewegungs- / Tanztherapie FPI/DGT, C.M.A.-Laban Zertifikat New York, Tanztherapie-Ausbildung bei Trudi Schoop 1974-1990, Seit 1979 im Leitungsteam des Zentrums für Tanz, Therapie und Gestaltung e.V. in Tübingen, Psychotherapie HP, seit 2000 Dozentin für Körperdisposition am Institut für Musiktheater der Musikhochschule Karlsruhe, Mitbegründerin der Deutschen Gesellschaft für Tanztherapie.

WS 12: Heike Wippich: Den sicheren Grund finden ('grounding')

Sonntag Vormittag, 20. September 2020

Workshops 10.30 – 13.00 Uhr

WS 12: Heike Wippich: Den sicheren Grund finden ("grounding")

Wie können Menschen, die sich bewegen und handeln, die sich verändern, Stabilität erleben? Wir finden wir ein Gleichgewicht in dieser sich ständig verändernden Welt? Wir werden verschiedene Aspekte zu den Themen Sicherheit und Stabilität über Bewegungsaufgaben erarbeiten. Im Tanz werden wir uns mit dem Bezug zur Schwerkraft beschäftigen, dem sicheren Stand sowie mit der Aufrichtung und der Erfahrung von Leichtigkeit. Das theoretische Konzept des 'grounding' aus meiner Sicht wird anhand des praktischen Tuns verdeutlicht.

Heike Wippich: Intetrative Tanztherapeutin DGT®, MSc Integrative Therapie, Dipl.-Sozialpädagogin, Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz, Studium von zeitgenössischem Tanz in Deutschland und USA. Seit 1985 tanzpädagogische Tätigkeit. Langjährige Berufserfahrung in verschiedenen psychiatrischen Arbeitsfeldern, seit 2011 Koordinatorin der Reha-Ambulanz Neuss, ganztägig ambulante medizinische Rehabilitation für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Trainerin der DGT seit 2001. Vorstandsmitglied der DGT von 2006 bis 2018. Freie Praxis für Tanztherapie und Psychotherapie in Düsseldorf.

 

WS 13: Larissa Losinger: Der heilsame Kontakt im Tango Argentino in der Arbeit mit SchmerzpatientInnen

Sonntag Vormittag, 20. September 2020

Workshops 10.30 – 13.00 Uhr

WS 13: Larissa Losinger: Der heilsame Kontakt im Tango Argentino in der Arbeit mit Schmerzatient/Innen

Schmerz ist oft mit Enge auf der Ebene des Muskeltonus und des Atemgeschehens verbunden. Chronischer Schmerz kann zu emotionalem Rückzug und sozialer Isolation führen. Diese Faktoren beeinflussen und begünstigen einander in einer Negativspirale.

In diesem Workshop erforschen wir das Kontaktgeschehen im Tango Argentino unter dem Aspekt der vier Phänomene des Raumgefühls (Psychotonik nach Glaser): Verbindung, Stabilität, Konsens und Induktion.

Die lustvolle Hinwendung zur Welt (Partner/in und Raum) erfordert eine ständige Anpassung des Tonus auf die aktuelle Situation und wirkt somit den krankmachenden muskulären, emotionalen und geistigen Mustern entgegen.

Larissa Losinger: Integrative TanztherapeutIn DGT®, Diplomierte Kunsttherapeutin (ED), Fachrichtung Bewegung und Tanz (OdA Artecura), zertifizierte Atem-und Bewegungstherapeutin nach Glaser, Trainerin DGT e.V., Lehrauftrag Intermediale Kunsttherapie an der Schule für Gestaltung Bern Biel (SfGBB).

Freie Praxis für Integrative Tanz- und Bewegungstherapie und Lehrtherapeutin. Langjährige klinische Erfahrung im psychiatrischen und neurologischen Bereich.

WS 14: Enrique Cantillo: Zwischen Ernsthaftigkeit und Humor. Erfahrungen der tanztherapeutischen Arbeit in einer Rehabilitationsklinik

Sonntag Vormittag, 20. September 2020

Workshops 10.30 – 13.00 Uhr

WS 14: Enrique Cantillo: Zwischen Ernsthaftigkeit und Humor. Erfahrungen der tanztherapeutischen Arbeit in einer Rehabilitationsklinik

Ernsthaftigkeit, Humor, Intuition, Spiel, Leichtigkeit und Empathie sind Haltungen und gleichzeitig wichtige Werkzeuge bei der therapeutischen Arbeit in der Tanztherapie. Wie sie bei der Ausarbeitung und Anwendung von Übungen eingesetzt werden, hängt entscheidend von den Bedürfnissen, dem therapeutischen Prozess und den Krankheitsbildern der Rehabilitanden ab. Eine große Rolle spielen auch folgende Fragen: Wie lang ist die Aufenthaltsdauer der Rehabilitanden in der Klinik? Was muss ich bei der Ausarbeitung eines wöchentlichen, monatlichen oder zweimonatigen Programms beachten? Welche Themen sind wichtig? Was ist bei der Einzeltherapie und der Arbeit in großen Gruppen zu berücksichtigen? Wie gehe ich bei Abwehrhaltung oder mit skeptischen Rehabilitanden um? Dieser Workshop gibt Raum zum Diskutieren, Nachdenken und Ausprobieren.

Enrique Cantillo: Tanztherapeut in der Psychosomatischen Rehabilitation der Heinrich Heine Klinik, Potsdam, Integrativer TanztherapeutIn DGT®, Tänzer, Tanzlehrer, Choreograf, Performancekünstler

WS 15: Regina Advento: Tanz-Theater-Therapie - „Tanztheater“ als Heilungskraft

Sonntag Vormittag, 20. September 2020

Workshops 10.30 – 13.00 Uhr

WS 15: Regina Advento: Tanz-Theater-Therapie - „Tanztheater“ als Heilungskraft

Die Tanz-Theater-Improvisationen werden in diesem Seminar als heilende Form der Kunst eingesetzt.

Durch den holistischen Ansatz von Tanz- und Theaterimprovisationstechniken werden in diesem Workshop die körperlichen, seelischen, kognitiven und sozialen Kräfte eines Jeden gestärkt. Das „Tanztheater“ als Methode fördert die Ressourcen und Kreativität. Damit hilft die Arbeit und Auseinandersetzung mit dem Tanz und dem Theater, eine positive Lebenseinstellung zu erlangen und sie bewusster zu machen.

Ich lade Sie/Euch dazu ein, sich selbst kreativ zu erfahren, Ihre/Eure eigene Ressourcen zu würdigen und Ihre/Eure individuellen innewohnenden Lösungen zu entdecken. Dieser Workshop soll einen Rahmen schaffen, in dem jede und jeder Gebrauch von seinen eigenen Fähigkeiten machen kann im Sinne eigener „Selbsterfahrung“, um dann gemeinsam zu reflektieren, wie sie in unser tägliches Leben und in unsere tägliche Arbeit einfließen kann.

Regina Advento kommt aus Brasilien und war über fünfundzwanzig Jahren professionelle Tänzerin des Ensembles Tanztheater Wuppertal Pina Bausch. Seit Dezember 2018 arbeitet sie als Tanztherapeutin in einer psychosomatischen und psychiatrischen Klinik. Als selbständige Künstlerin realisiert sie verschiedene Projekte als Sängerin, Tänzerin und Choreografin. Sie bietet Workshops für professionelle Tänzer, für Laien, Kinder und Senioren und leitet Tanzprojekte in Schulen und auch Inklusionsprojekte. Regina Advento ist im letzten Semester des Master Studiums (Tanzkultur V.I.E.W) an der Deutschen Sporthochschule Köln. Im Laufe Ihrer Karriere hat Regina Advento verschiedene Auszeichnungen und Preise erhalten.

13.15 Uhr Abschlussveranstaltung

14.00 Uhr DGT Mitgliederversammlung

Tagungsadresse
Deutsche Sporthochschule DSHS Köln
Am Sportpark Müngersdorf 6
50933 Köln

Adresse für die Abendveranstaltung
DSHS – Gästehaus
Guts-Muths-Weg 1
50933 Köln

Tagungsgebühr / Gebühr für den Tanzabend inkl. Büffet
Für Mitglieder der DGT 135 € / Abendveranstaltung 35 €
Für Nicht-Mitglieder 190 € / Abendveranstaltung 35 €

Die Tagungsgebühr von 135 € / 190 € (mit Abendveranstaltung 170 € / 225 €) bitte auf das Konto der DGT mit Vermerk "Fachtagung 2020" überweisen:
KSK Köln, IBAN: DE62 3705 0299 0156 0015 84, BIC: COKSDE33

Mit Ihrer Anmeldung stimmen Sie zu, dass einige Fotos der Tagung und der Abendveranstaltung in der Zeitschrift "Forum Tanztherapie" und im Intranet veröffentlicht werden können.

Sie erhalten von der DGT eine Anmeldebestätigung per E-Mail bzw. per Post, sobald die Tagungsgebühr auf dem Konto eingegangen ist.

Rücktrittsbedingungen

Bei Rücktritt vor dem 15. Juli 2020 erstatten wir Ihnen den Tagungsbeitrag (inkl./exkl. Abendveranstaltung) abzüglich einer Bearbeitungsgebühr von 25 €.

Bei Rücktritt nach dem 15. Juli 2020 bis 4 Wochen vor Tagungsbeginn werden Ihnen 50% der Gebühren erstattet.

Bei Rücktritt innerhalb 4 Wochen vor Beginn kann die Ersattung nur erfolgen, wenn eine Ersatzperson von Ihnen oder durch die DGT gefunden werden kann. Hierbei entsteht eine Bearbeitungsgebühr von 25 €.

Wir bitten Sie daher, einen kurzfristigen Rücktritt auf jeden Fall mitzuteilen, damit das Büro eventuelle Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der Warteliste berücksichtigen kann.

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