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Fachtagung „Integrative Tanztherapie“

27. Nov 2010 Deutsche Sporthochschule Köln

Aufgrund der großen Resonanz auf unsere Tagung im Herbst 2008 findet am Samstag, den 27. November 2010 die nächste DGT-Fachtagung an der Sporthochschule Köln statt.
Wieder werden wir ein vielfältiges Angebot zum Thema Tanztherapie mit ReferentInnen aus den verschiedensten Arbeitsbereichen anbieten.
Auch viele interessante Begegnungen und Gespräche sollen an diesem Tag nicht zu kurz kommen.

Programm

Samstag, 27.11.2010

10.00 - 10.30 Uhr Begrüßung
Anne Fallis, 1. Vorsitzende der DGT

11.00 - 13.30 Uhr Parallele Workshops 1 – 4
WS 1 - Marianne Challier
Tanztherapie mit traumatisierten Menschen
WS 2 - Axel Does
Selbstbehauptung, Gewaltprävention und Konfliktlösungstraining - Kampfkunst und Tanztherapie mit Kindern
WS 3 - Gaby Eggel
Stimme in Bewegung
WS 4 - Barbara Große-Boes
Integrative Tanztherapie in der Akutpsychiatrie

13.30 - 15.30 Uhr Mittagspause

15.30 - 18.00 Uhr Parallele Workshops 5 - 8
WS 5 - Birgit Jacob
Tanztherapie mit an Krebs erkrankten Frauen
WS 6 - Marion Kortenkamp
Kontakt und Kommunikation - Contact-Improvisation
WS 7 - Monika Thöne
Bewegte Kommunikation mit Menschen mit Demenz
WS 8 - Laura Vogel
Die Überwindung der Schwerkraft – tanztherapeutische Nutzung von Akrobatik für Kinder und Jugendliche

18.30 - 20.00 Uhr Mitgliederversammlung

Workshops

WS 1: Tanztherapie mit traumatisierten Menschen

Der Einsatz der Tanztherapie fordert von der Therapeutin / dem Therapeuten eine verstärkte Aufmerksamkeit für innerpsychische Prozesse insbesondere für Flashbacks und dissoziative Zustände, die sich in besonderer Weise körperlich ausdrücken und über Körperinterventionen aufgelöst werden können.
Ein weiterer wichtiger Punkt sind Reboundeffekte nach Flowerlebnissen und positiven Körpererfahrungen, die zunächst als angenehm empfunden werden, dann aber häufig mit selbstverletzendem Verhalten beantwortet werden, um ein vertrautes Selbstgefühl zu haben, das eher ein negativer und schmerzvoller ist.
Über Selbsterfahrung werden wir uns diesen Seinszuständen annähern und nach Interventionsmöglichkeiten suchen.

WS 2: Selbstbehauptung, Gewaltprävention und Konfliktlösungstraining

Kampfkunst und Tanztherapie mit Kindern
In diesem Workshop arbeiten wir mit Übungen und Prinzipien aus der Kampfkunst und der Tanztherapie, die kindgerecht bzw. entwicklungsgemäß gestaltet und vorgestellt werden.  Sie wirken in der Auseinandersetzung des Kindes mit sich und seiner Umwelt stärkend, regulierend und fördern soziale Kompetenzen.

WS 3: Stimme in Bewegung

Dieser Workshop soll einen Einblick in die Arbeit mit Rhythmus, Stimme und Bewegung vermitteln. Bedeutende Ziele dieser Arbeit sind, sich im eigenen Körper anders und neu zu erleben, seine eigene Kraft zu spüren und ein stärkeres Selbstbewusstsein zu entwickeln. In praktischen Übungen können die TeilnehmerInnen eigene Erfahrungen mit dieser Art des Arbeitens machen.

WS 4: Integrative Tanztherapie in der Akutpsychiatrie

Unterschiedliche Indikationen erfordern unterschiedliche therapeutische Angebote. Das Spektrum umfasst klar strukturierte Tanz- und Bewegungsangebote, bis hin zur Improvisation mit Reflektion des Erlebten.
Ich werde verschiedene Aspekte meiner weit gefächerten Arbeit herausgreifen und anhand praktischer Beispiele vorstellen und erfahrbar machen.

WS 5: Tanztherapie mit an Krebs erkrankten Frauen

Eine Krebserkrankung erschüttert den ganzen Menschen auf existenzielle Weise. Viele Frauen erleben die Erkrankung – insbesondere bei Brustkrebs - als unmittelbare Bedrohung ihrer Weiblichkeit. Tanztherapie wirkt sich positiv auf die Erlebensfähigkeit und seelische Verarbeitungsprozesse und kann dazu beitragen, das persönliche Wohlbefinden und das Selbstbewusstsein zu unterstützen und zu stärken.
Welche Möglichkeiten kann Tanztherapie hier bieten? Wie kann Tanztherapie dazu beitragen, sich selbst, den eigenen Körper in allen Facetten achtsam zu spüren, einen Ausdruck für das eigene Erleben zu finden, den eigenen Körper in Bewegung und Tanz wieder positiv zu erleben und in einem stützenden Austausch Perspektiven zu entwickeln?

WS 6: Kontakt und Kommunikation - Contact-Improvisation

Die Contact-Improvisation lädt dazu ein, durch Bewegung in Begegnung zu kommen und mit Kontakt und Kommunikation zu experimentieren.  Beim nonverbalen Aushandeln eines gemeinsamen Weges können Themen wie Eigenverantwortung, gegenseitige Abhängigkeit, Kooperation, Vertrauen angesprochen und erlebt werden. Es können Erfahrungen mit Berührung und Nähe, tragen und getragen werden, Unterstützung annehmen und geben, gemacht werden.
In diesem Workshop möchte ich mit Grundprinzipien, Übungen und Bewegungsideen aus der Contact-Improvisation vertraut machen, um anschließend über Möglichkeiten und Risiken der Anwendung in therapeutischen Feldern zu diskutieren.

WS 7: Bewegte Kommunikation mit Menschen mit Demenz

In diesem Workshop wird ein prozessorientierter tanztherapeutischer Ansatz vorgestellt, der Angehörigen und Professionellen einen wertschätzenden und annehmenden Umgang von Menschen mit Demenz erleichtern soll.
Im Mittelpunkt des Workshops steht die nonverbale Kommunikation. 
Wahrnehmungs- und Abgrenzungsübungen, sowie das spielerische Einnehmen verschiedener Rollen und Bewegungsmuster sollen helfen, sich der Welt von Menschen mit Demenz anzunähern. Daneben dient die Bewegungsbeobachtung dem Versuch, Emotionen und Antriebe näher in den Blick zu nehmen.

WS 8: Die Überwindung der Schwerkraft - Akrobatik für 10-14 Jährige

Akrobatik weckt Bewegungsfreude und Experimentierlust, und naturgemäß stecken in dieser „Sportart“ viele Elemente, die therapeutisch oder präventiv genutzt werden können.
Das Spiel mit dem Gleichgewicht mehrerer Körper braucht enge Kooperation, Vertrauen und Verantwortungsbewusstsein. Große Nähe und gemeinsames Lachen entsteht, wenn etwas nicht klappt und alle übereinander purzeln. In der dynamischen Akrobatik können v.a. Jugendliche ihre Kräfte messen und kanalisieren. Da die Akrobatik aus dem Zirkus kommt, ist sie mit der Manege eng verbunden. Beim Erarbeiten von Nummern können die Kinder ihre Kreativität voll einbringen und auf der Bühne Selbstvertrauen gewinnen.
Nach einem spielerischen Warm-up werden einfache Figuren aus allen Bereichen der Akrobatik ausprobiert: dynamische Bodenakrobatik, Equilibristik und Partnerakrobatik. Diese Elemente dienen anschließend als Grundlage für eine kleine Gestaltung in Gruppen.

 

ReferentInnen

Marianne Challier
Kinder- und Jugendtherapeutin, Tanz- und Psychotherapeutin (DGT/FPI) , Paar- und Traumatherapie, Private Praxis

Axel Does
Heilpraktiker, Kampfkunstlehrer, Tänzer und Leiter für therapeutischen Tanz (DGT)

Gaby Eggel
Integrative Tanztherapeutin i. A. (DGT/FPI), Leitung einer therapeutischen Wohngemeinschaft für drogenabhängige Frauen

Barbara Große-Boes
Integrative Tanztherapeutin (DGT/ FPI), Psychotherapie HPG, langjährige Erfahrung mit psychisch erkrankten Menschen

Birgit Jacob
Integrative Tanztherapeutin (DGT), Gestalt- und Integrative Psychotherapie (FPI/EAG), Dozentin für Tanz und Tanztherapie, HPG, Private Praxix

Marion Kortenkamp
Integrative Tanztherapeutin i. A. (DGT/ FPI), Integrative Tanzpädagogin, Diplom-Sozialpädagogin

Monika Thöne
Diplom-Theologin, Diplom-Pädagogin, Integrative Tanztherapeutin i. A. (DGT/ FPI), Leiterin einer Begegnungsstätte mit einem Demenz-Netzwerk

Laura Vogel
Ärztin, Integrative Tanztherapeutin i. A. (DGT/ FPI), Akrobatin, Tänzerin

Tagungsadresse

Deutsche Sporthochschule Köln
Carl-Diem Weg 6
50933 Köln

Anmeldung und Kosten

 

Die Tagungsgebühr beträgt für Mitglieder der DGT 70 €, für Nichtmitglieder 97 €. Die Gebühr überweisen Sie bitte auf das Konto der DGT mit Vermerk „Fachtagung 2010“: KSK Köln Konto 0156 00 1584    BLZ 370 502 99

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